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aktuelle Konjunkturbefragung Herbst 2010 für das Handwerk in der Region Chemnitz

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Geschäfte im Handwerk der Region auf Hochkonjunktur laufen - wie seit 16 Jahren nicht mehr.


Nachdem sich das Handwerk bereits vor einem Jahr als stabilisierender Faktor in der Wirtschafts- und Finanzkrise bewährte, hat sich die Stimmung unter den Handwerkern weiter deutlich aufgehellt. 86 Prozent der befragten Handwerker beurteilen ihre Geschäftslage als gut oder zufriedenstellend. Das sind 32 Prozentpunkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. „Das ist das beste Ergebnis einer Konjunkturbefragung seit 1994“- stellt Dietmar Mothes, Präsident der Handwerkskammer Chemnitz, erfreut fest. Diese positive Entwicklung betrifft alle Handwerksbranchen und wirkt sich auch belebend auf den Arbeitsmarkt aus: Die Beschäftigtenzahlen in den Handwerksbetrieben konnten vielerorts erhöht werden. Als Konjunkturmotor erweist sich einmal wieder das Bau- und Ausbaugewerbe. „Hier greifen das zeitlich befristete Konjunkturpaket II mit seinen kommunalen Investitionsprogrammen sowie die Förderprogramme zu energetischen Sanierungen. Dabei muss man vor allem berücksichtigen, dass 90 % aller Aufträge aus dem Konjunkturprogramm II in 2010 abgewickelt wurden. Außerdem haben sich das Konsumverhalten und die Privatnachfrage nach handwerklichen Produkten und Dienstleistungen als erstaunlich krisenfest erwiesen“ – begründet Dietmar Mothes diesen Aufwärtstrend.

Der konjunkturelle Aufschwung erfasst nahezu alle Parameter von den Umsätzen über die Betriebsauslastung bis hin zu den optimistischen Erwartungen an die nächsten Monate. Dietmar Mothes schlussfolgert: „Das spricht für eine robuste Handwerkskonjunktur. Unser Motor läuft nun auf Hochtouren. Die Staatsregierung muss aber weiter Gas geben. Gerade in Hinblick auf die anstehende Haushaltsplanung müssen die Steuereinnahmen in die Wirtschaft fließen, sonst gerät der Aufschwung ins Stocken. Wir benötigen eine kontinuierliche Weiterentwicklung der öffentlichen Investitionen. Das ist unsere Forderung an die Regierung des Freistaates Sachsen.“

Die Konjunktur hat sich in allen Kreisen des Kammerbezirkes Chemnitz etwa gleichermaßen belebt. Vor allem in ländlichen Gebieten profitieren viele Handwerker von einer guten Zusammenarbeit mit öffentlichen Auftraggebern bei der Vergabe der Mittel aus dem Konjunkturpaket II.

Befragt wurden 4.500 zufällig ausgewählte Handwerksbetriebe in acht verschiedenen Gewerkegruppen.


Text: Anne Franke

Mitarbeiterin Betriebsberatung / Statistik

Handwerkskammer Chemnitz


 


 

Den ausführlichen Konjukturbericht finden Sie unter

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16.12.2010